Das deutsche Bundestagswahlsystem
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Das deutsche Bundestagswahlsystem

Bei einer Bundestagswahl ist der deutsche, wahlberechtigte Bürger aufgerufen, stets nach dem gleichen Modus sein Votum abzugeben. Hierbei hat jeder Wähler zwei Stimmen in seinem Wahlkreis zu vergeben, die sogenannte Erststimme und die sogenannte Zweitstimme.

Der Wähler braucht seine Erststimme sowie seine Zweitstimme nicht derselben Partei zu geben.

Der Wähler kann sich auch darauf beschränken, nur eine Stimme, sei es die Erst- oder die Zweitstimme, abzugeben; in einem solchen Fall zählt die jeweils nicht abgegebene Stimme als ungültig.

Welche Bedeutung hat die Erststimme?

Mit seiner Erststimme bestimmt der Wähler unmittelbar, welcher namentlich genannte Bewerber seine Interessen in dem jeweiligen Parlament vertreten soll. Es setzt sich hierbei der Bewerber eines Wahlkreises durch, der die meisten Stimmen auf sich vereinigen kann.

Dieses Verfahren nennt man Mehrheitswahlrecht.

Was hat dann die Zweitstimme noch für eine Bedeutung?

In der Bundesrepublik Deutschland wird die Gesamtzahl der Sitze, die einer Partei in einem Bundesland zustehen, zunächst allein durch die Zweitstimme bestimmt.

Mit der Zweitstimme wird hierbei eine von dem jeweiligen Landesverband einer Partei aufgestellte und damit vorgegebene Landesliste für den Bundestag gewählt.  Die Sitzverteilung erfolgt nach den Rängen der publizierten Wahlliste. Je weiter unten ein Bewerber aufgeführt ist, desto geringer ist somit seine Chance in den Bundestag zu ziehen.

Allerdings gilt dies in der Regel nur für Parteien, die mindestens 5% der vergebenen Stimmen erhalten haben (Fünf-Prozent-Hürde).

 Dieses Verfahren nennt man Verhältniswahlrecht.

Was passiert bei einem ungleichen Verhältnis von Erst- zu Zweitstimmen?

Erringt eine Partei in einem Bundesland mehr Mandate, als ihr gemäß dem Ergebnis der Verhältniswahl prozentual zustehen, darf sie diese Mandate trotzdem behalten, d.h. es kommt  zu sogenannten Überhangmandaten. Diese Überhangmandate sind zusätzliche Sitze im Parlament, d.h. Überhangmandate erhöhen die Anzahl der Sitze im Parlament.

Beispiel: Bei einer Bundestagswahl sind 100 Sitze in einem Bundesland zu vergeben. Die Partei A erringt 30 Direktmandate und einen Zweitstimmenanteil von 25%. Dies hat zur Folge, dass es zu 5 Überhangmandate zu Gunsten der Partei A und somit zu einer Erhöhung der Anzahl der Parlamentssitze um 5 kommt.



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